Zylinder

Der Magier benutzt einen, der Schornsteinfeger trägt ihn nicht nur zu Silvester und auf einer noblen Hochzeit gehört er zur Etikette: der Zylinder. Diese Hutmode stammt aus dem Bürgertum und unterstreicht die herausgehobene Stellung des Trägers als Abgrenzung zum Arbeiter. Heute ist der Zylinder ein Symbol, das für das Besondere steht. Modisch passt er nur zu wichtigen Anlässen und wird im Normalfall nicht auf der Straße getragen. Aber eine Hochzeit oder eine vornehme Herrenrunde am Abend sowie eine Dressurveranstaltung zu Pferd können einen Zylinder unabdingbar machen.

Der Zylinder – so wird er getragen

Die Kopfbedeckung ist stilvoll und edel. Entsprechend muss auch die Kleidung sein. Ein solcher Hut wird daher zu einem Frack oder einem Cutaway getragen. Ein feiner Zwirn ist Pflicht, sonst ist der Zylinder nicht ausreichend in die Gesamterscheinung eingebunden. Schließlich steht er für Stil und Eleganz. Wichtig ist ebenfalls, dass der Hut farblich zur Kleidung passt. Der Zylinder ist daher stets auf die Farbe des Fracks abgestimmt. Diese ist in der Regel ein kräftiges Schwarz, ein ins Elfenbein laufende Weiß, ein Grau oder ein dezentes Dunkelblau.

Material eines Zylinders

Der elegante Hut kann aus verschiedenen Materialien hergestellt werden. Seide und ein feiner Wollfilz von zum Beispiel Kanninchenhaaren sind die typischen Stoffe, aus denen das elegante Kleidungsstück angefertigt ist. Häufig handelt es sich um eine Materialkombination. Denn das Futter besteht oft aus kühlender Kunstfaser. Außen ist die Kopfbedeckung klassisch mit einem feinen Samt bezogen, der im Licht glänzt.

Der Zylinder zum Ausklappen: Chapeau claque

Eine unter Zauberkünstlern beliebte Variante des eleganten Hutes ist der Chapeau claque. Dabei handelt es sich um einen Zylinder zum Ausklappen. Der Chapeau claque ist dabei so gestaltet, dass die Krone des Hutes mit einem Griff bis zur Krempe zusammengefaltet und wieder auseinandergeklappt werden kann. Vorteil: Ein Chapeau claque lässt sich leichter transportieren.

Stilvolle Alternative: die Melone

Der Bowler ist nach seinem Erfinder genannt. Dieser Hut ist in Deutschland als Melone bekannt und Anfang des 20. Jahrhunderts eine vornehme Kopfbedeckung gewesen. Sie wird fast immer mit einem Anzug getragen und passt besonders gut zu einem Dreiteiler. Die Melone kommt wieder mehr in Mode und wird gern von Geschäftsleuten im urbanen Umfeld am Abend getragen. In Großbritannien und speziell London ist sie sogar allgegenwärtig. Gute Melonen hat unter anderem Wegener im Programm.

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